Wo
DALLAS herkommt, ist die Luft noch rein, sind die
Wiesen grün und die Berggipfel weiss. Hier
im urchigen Oberwallis weiden noch Kühe, Ziegen
und Schafe und an den Hängen wächst der
Wein. Ein perfektes Terrain für eine klassische
Countryband, deren Ding nicht der gestylte "Big
City Groove" ist und die stattdessen auf erfrischende,
humorige und lockere Performance setzt, auf ein
anspruchsvolles, breites Song-Repertoire baut und
ihrem handwerklichen Know How vertraut. Dass sie
damit goldrichtig liegt, zeigt der Erfolg, den DALLAS
seit satten 30Jahren verbucht.
Natürlich
hallen die Klänge von DALLAS längst nicht
mehr bloss von den Felswänden der Heimat wider.
Die Band ist seit Jahren kreuz und quer im Land unterwegs
und wo es aufspielt, kommt Stimmung auf. Das gilt
für die Hochzeit im "Säli" genauso
wie für den Vereinsanlass im Festzelt, Auftritte
auf Open Air-Bühnen, den obligaten Gig am längsten,
internationalen Countryfestival der Welt im Zürcher
SchützenhausAlbisgütli, oder für die
legendären Gastspiele zu Wasser, bei denen die
Flussdampfer auf Rhein und Neckar fast aus dem Ruder
liefen.
Die
Band fühlt sich eben schlicht vor jeder Kulisse
wohl und vermag auch vor allen zu bestehen. Denn bei
DALLAS kommen Country-, Rock-, Pop- und Schlagerfans
gleichermassen auf den Geschmack und die Kosten. In
all den Jahren hat die Band ihren unverkennbaren Klang
entwickelt, ist stilistisch enorm in die Breite gegangen
und hat vor allem die Songpalette stetig aufgefrischt.
Den Covers von Alan Jackson-, Bellamy Brothers-, Truck
Stop oder Twight Yoakam-Songs verpasste man zudem
bühnenwirksame Arrangements und dadurch blieb
nicht bloss der furiose Drive des Ensembles erhalten,
sondern auch seine sprichwörtliche Spontaneität
und seine Improvisationsfreudigkeit auf hohem technischen
Niveau. Solches lässt sich nur dank einem während
unzähligen Stunden des Zusammenspiels entstandenen
blinden Verständnis machen und die Gefahr, nach
so vielen Jahren in zufriedener Abgeklährtheit
zu verblassen und zum Kopisten seiner selbst zu verkommen,
entfällt.
Das
kann DALLAS nicht passieren. Denn nebst der harmonischen
Vertrautheit mit Saiten, Tasten und Fellen ist die
Freude der Band members an ihrer Musik nach wie vor
echt und die Begeisterung dafür ungebrochen.
Die entertainerische Darbietung, eingebettet in einen
verbalen Oberwalliser Rustikal-Charme, dem man sich
nicht zu entziehen vermag, ist ungekünstelt,
echt und ehrlich und kommt genau deshalb so leichtfüssig
rüber und steckt so unvermittelt an. Die Brüder
Toni und Roli Furrer haben wahrlich gut daran getan,
diese Band anno 1981 aus dem Rhonewasser zu heben.
Sonst stünde der Name DALLAS schliesslich bloss
für eine Stadt von Texas und nicht auch für
einen der begeisterndsten Countryacts weit und breit.